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Aktuelles: Berichte
Expertentreffen in Hannover
Perspektiven der niedersächsisch - französischen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung im Kontext der aktuellen europäischen Entwicklungen

Im Zuge der aktuellen europäischen Entwicklungen fand Anfang Dezember in Hannover die von InWEnt und dem Kultusministerium Niedersachsen gemeinsam durchgeführte Fachtagung "Lernortverlagerung ins Ausland-eine Zukunftsperspektive!" statt.
Die Tagung hatte das Ziel, die Internationalisierung des Landes Niedersachsens auch in der beruflichen Bildung am Beispiel niedersächsisch-französischer Aktivitäten aufzuzeigen und Zukunftspotenziale zu entwickeln. Binationale Experten aus Bildung und Wirtschaft beider Länder diskutierten Ideen, wie die Mobilität der Auszubildenden quantitativ und qualitativ verbessert werden kann.
Nach der von Dr. Peter Winter, Leiter des Regionalzentrums Niedersachsen von InWEnt moderierten, einführenden Podiumsdiskussionen mit Unternehmern und Bildungsexperten aus Deutschland und Frankreich wurden Erfahrungen mit der Mobilität der Auszubildenden als Anstoß für weitere Fachvorträge und Diskussionen aufgegriffen.
In seiner Begrüßung wies Staatssekretär Dr. Bernd Althusmann darauf hin, dass Frankreich und Deutschland eine besondere Rolle beim Aufbau der Europäischen Union zukomme und die Tagung dazu einen Beitrag leiste. Geplant sei es, ein Netzwerk aus 15 Regionen in 12 europäischen Ländern aufzubauen. "Niedersachsen wird dieses Netzwerk koordinieren und ich bin mir sicher, dass die Erfahrungen, die mit dem Netzwerk Mobilität (NeMo), das im Rahmen der Initiative der Robert Bosch Stiftung "Avancer ensemble- Gemeinsam sind wir stark" von dort gefördert wird, in diese Arbeit einfließen können", so der Staatssekretär.
Alle Teilnehmer wurden von der Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann im Gästehaus der Landesregierung empfangen. Dabei hob die Ministerin die Bedeutung der beruflichen Mobilität, sowie den Erwerb von Fremdsprachen der Jugendlichen für die Erhöhung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt hervor.
Am Rande der Tagung unterzeichneten die Kultusministerin und der Leiter der Academie dŽAix Marseille Jean-Paul de Gaudemar am Freitag einen Kooperationsvertrag über die Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung. Er legt fest, dass in den nächsten zwei Jahren neben den Schüleraustauschprogrammen vor allem die Kooperationen bei den gewerblichen Betrieben und Handwerksbetrieben erhöht werden soll. Es handelt sich hierbei bereits um die vierte Kooperation des Landes im Bildungsbereich mit französischen Partnern.
"Wir sind uns einig, dass wir auch in Zukunft eng kooperieren werden, um die Mobilität junger Menschen zu fördern, die einen erheblichen Mehrwert für sie im Bezug auf die persönliche Entwicklung, berufsfachliche Kompetenzen, die sprachliche Weiterentwicklung und den Erwerb interkultureller Kompetenzen hat", mit diesen Worten beendete Burkhard Visbeck, Referatsleiter im Kultusministerium Niedersachsen das erfolgreiche Treffen, das mit Sicherheit nicht das letzte seiner Art gewesen ist.
Text: Maria Hannen, Fotos: Mara Tutic, Michael Hahne
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