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Aus dem Inhalt
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Aktuelles: Berichte
Fachexkursion 2009
Besuch der Ukraine
Bitte lesen Sie noch mehr: » Reisebericht (PDF) (Text: Carl-Friedrich Hahn, Fotos: Michael Hahne. Entnommen aus "Journal zum deutschen Beitrag zur Ukrainischen Initiative", Nr. 3/4 2009, herausgegeben von InWEnt) Vor dem Amtssitz des Präsidenten in Kiew weht die blau-gelbe ukrainische Landesfahne harmonisch neben der azurblauen Flagge mit den 12 goldenen Sternen, derjenigen der Europäischen Union. Nach intensiven Fachgesprächen mit deutschen und ukrainischen Führungskräften aus Politik, Wirtschaft, Finanzen und Bildung haben die 19 Mitglieder der Delegation des CDF, die im Herbst in Kiew und Lemberg besuchten, den Eindruck, dass der Weg des Landes zur Europäischen Union noch weit ist und nicht unerhebliche Hindernisse in fast allen gesellschaftlichen Sektoren zu überwinden sind. Der Wunsch sich hin nach Europa zu orientieren machten allerdings alle einheimischen Gesprächspartner deutlich.
Die diesjährige Fachexkursion des CDF hatte das flächenmäßig zweitgrößte europäische Land zum Ziel, einen Staat der nach dem Zerfall der Sowjetunion seit 1991 unabhängig ist und in dem rund 46 Mio. Menschen leben. Wie bei jeder der seit 1995 angebotenen Reisen bildete jeder Kontakt, jedes Gespräch, jede Diskussion ein Mosaiksteinchen an Eindrücken und Impressionen; aus der Vielzahl der Mosaiksteine entwickelte sich im Laufe der Woche ein Bild über die aktuelle politische, wirtschafts-, finanz- und bildungspolitische Situation im Lande. Der Dauerkonflikt zwischen Präsident Juschtschenko und Ministerpräsidentin Julia Timoschenko dominiert die innerpolitische Lage und die im Januar stattfindende Präsidentenwahl lähmt den Fortgang auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Das Land ist von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise besonders stark tangiert, die extrem starke Abhängigkeit der Wirtschaft vom Stahlpreis wirkt sich hierbei verheerend aus. Von allergrößter Bedeutung ist die Auszahlung weiterer Tranchen des IWF Kredits in Höhe von 16,5 Mrd. US Dollar, der dem Land gewährleistet wurde.
Traditionell begann auch dieser Besuch mit einer ausführlichen Information durch die deutsche Botschaft in der Hauptstadt, ergänzt durch Berichte der beiden Durchführungsorganisationen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und InWEnt. Neben staatlichen Repräsentanten wie dem Wirtschaftsminister und Mitarbeitern seines Hauses, Vertretern der Nationalbank, der Prorektorin der Kiewer Nationalen Handelsuniversität und dem stellvertretenden Leiter der Gebietsregierung Lemberg standen Akteure der ukrainischen Wirtschaft als Gesprächs- und Diskussionspartner zur Verfügung, sowohl Unternehmer und leitende Mitarbeiter als auch Führungskräfte der verfassten Wirtschaft aus dem Kammerbereich. Ein besonderer Höhepunkt war der Austausch mit rund 80 Alumni von InWEnt - Programmen, von denen mehrere ihre eigenen Firmen präsentierten.
Erneut und zum wiederholten Mal hatten wir Gelegenheit, ein Land und dessen politische Rahmenbedingungen kennenzulernen, das vorher für fast alle Mitreisenden ein weißer Fleck auf der Landkarte gewesen ist. Es ist fest vorgesehen, auch 2010 eine Fachexkursion für Mitglieder und Freunde des CDF anzubieten.
Text: Dr. Peter Winter Fotos: Michael Hahne |
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